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Schäfers Qualen – Die Rezensionen

Stefan am 13. Januar 2010 um 15:57

Die ersten beiden Gewinner unserer Verlosung zu Georg Haderers Schäfers Qualen haben uns ihre Rezensionen zukommen lassen. Viel Spaß damit!

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Home, Sweet Home

Letztes Wochenende hab ich dann auch endlich mal Muse gefunden mir Schäfers Qualen durchzulesen, das bereits Ende letzten Jahres eingetroffen ist (Dank Bücherplausch-Gewinnspiel, bzw. meines Gewinnens in eben diesem).

Ein Krimi. Grundsätzlich nicht meine liebste Kost, weder im TV noch als Buch, es sei denn es geht mehr Richtung Thriller (CSI und Co.) denn “normaler” Krimi Marke Tatort, aber doch immer wieder trotzdem eine gute Kost. Keine Ahnung, warum ich sowas nicht häufiger verköstige, schmecken tut’s mir nämlich eigentlich :D

Ein Mord passiert. Natürlich. Im Touristen-Lieblings-Skigebiet Österreichs: Kitzbühel. Und dann noch einer. Und so weiter. Natürlich lässt man das nicht einfach so stehen, sondern lässt den Major Schäfer aus Wien anreisen, dessen Aufklärungsquote trotz chaotischer Vorgehensweise sehr gut ist und der auch dort aufgewachsen ist, also verlgeichsweise auf etwas weniger Ortsansässigen-Wiederstand treffen könnte.

Und letztendlich geht es dann genauso viel um die eigentliche Mordserie wie um die Vergangenheit vom Schäfer selbst, der seinen Heimatort damals geradezu fluchtartig verlassen hat. Interessant geschrieben. Sehr sogar. Beide Komponenten. Obwohl ich mir den Täter schon bei knapp der Häfte des Buches rum gedacht hatte, wenn die ersten Puzzelteile zusammenfallen – spannend blieb es trotzdem, herauszufinden wer jetzt alles mit wem verstrickt war und was da vor 30 Jahren so ganz genau passiert ist.

Hilft natürlich, dass der Herr Schäfer ein interessanter Charakter ist. Als alles andere als perfekter Chaot, mit nicht wirklich durchverarbeiteter Vergangenheit, und trotzdem irgendwie immer die richtige Spur mehr per Intuition denn sonstwas findend. Letztendlich ist der Herr Haderer, Autor des Buches, ungefähr im gleichen Alter, ebenfalls gebürtiger Kitzbühler nun wohnhaft in Wien – sofern mich der Klappentext nicht anlügt – und dementsprechend gut darin, seinem Hauptcharakter Glaubwürdigkeit anzuschreiben. Und er scheint schon so einiges ausprobiert zu haben, bevor er hiermit sein Schriftstellerdebüt gegeben hat – wieder dem Klappentext Glauben schenkend – und Leute die in ihrem Leben schon so einiges erlebt haben, eignen sich eh häufig noch besser als Geschichtenerzähler.

Ja, war ein sehr feines Buch. Da kann ruhig ne Serie draus werden. Weitere Fälle des Herrn Schäfers definitiv erwünscht. Und da kommt wohl auch was – laut Klappentext, erneut.

Für mich btw wieder besonders knuffig, der Österreich-Einschlag im Text, mit hin und wieder typischen Worten und Satzbau. Den mag ich, Sympathiepunkte :D

Mathias Nowatzki, cursed blessing

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Schäfers Qualen ist der Debütroman des Autors Georg Haderer. Johannes Schäfer, Major bei der Wiener Kriminalpolizei, wird aus dienstlichen Gründen nach Kitzbühel entsandt. Dort soll er einen Mord an einem Unternehmer aufklären, der an einem Gipfelkreuz aufgehängt wurde. Johannes Schäfer hadert mit sich selbst, denn Kitzbühel ist sein Heimatort und mit dieser Gegend und den dort lebenden Menschen scheint er nicht wirklich abgeschlossen zu haben. Dennoch begibt sich Schäfer auf die Reise. Bereits kurz nach seiner Ankunft gibt es ein zweites Mordopfer und die Serie scheint nicht abzureißen. Schäfer ermittelt hier auf eine sehr eigenmächtige Art und Weise und stößt nicht nur einmal an seine Grenzen. Dennoch ist er überall hoch angesehen und kann schnell auf Leute zu gehen.
Eine interessante Persönlichkeit hat der Autor hier geschaffen, der einen ausgefallenen Humor an den Tag legt. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, die Dialoge präzise. Das Buch enthält für meinen Geschmack ein wenig zu viel Lokalkolorit und die Ideen des Kommissars bei der Aufklärung des Falles kommen mir oft etwas zu plötzlich und werden inhaltlich nicht vollständig aufgeklärt. Alles in allem ein schönes Debüt mit einigen Ecken und Kanten.

Iris Gasper

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Noch ein kleiner Hinweis: Georg Haderer gibt diesen Freitag eine Lesung in St. Johann in Tirol, die vom Literaturverein Lesewelt veranstaltet wird. Das ganze wird musikalisch von Andrea Fränzel an der Bassgeige begleitet, und Georg Haderer liest als Bonus sogar zwei Kapitel aus dem zweiten Schäferroman vor. Ich werde da sein, vielleicht sieht man sich ja!

Ein Kommentar zu “Schäfers Qualen – Die Rezensionen”

  1. SilkeS

    Tolle Rezis und seufz…. scheinbar werde ich um dieses Buch auch nicht drumherumkommen….

    Gruß SilkeS.

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